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Wie frei ist eine finanziell und politisch abhängige Presse?

  • Beitrags-Kategorie:Politik

Eine Ver­schwö­rungs­theo­rie ist eine der staat­li­chen und main­stream-media­len Mei­nungs­ho­heit ent­ge­gen­ge­setz­te Mei­nung, die des­halb auf unehr­li­che und ver­leum­de­ri­sche Wei­se abge­wie­sen und dis­qua­li­fi­ziert wird. Mit ande­ren Wor­ten: uner­wünsch­te Mei­nun­gen wer­den nicht demo­kra­tisch debat­tiert, son­dern mit Mei­nungs­fa­schis­mus auf eine Art und Wei­se lächer­lich gemacht und bloß­ge­stellt, wel­che alle, die dem fol­gen, weil sie nicht dif­fe­ren­zie­ren kön­nen oder wol­len, unmün­dig macht. Die Gesell­schaft wird also gleich zwei­mal hin­ter die Fich­te geführt: ihr wird bei­gebracht, Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker mit ihren ande­ren Mei­nun­gen und Erkennt­nis­sen abzu­leh­nen bzw. abzu­wer­ten und gleich­zei­tig der unsach­li­chen, ein­sei­ti­gen Bericht­erstat­tung des “Qua­li­täts­jour­na­lis­mus” unge­prüft und kri­tik­los Glau­ben zu schen­ken. Die “Ver­schwö­rungs­theo­rie” ist somit ein Schimpf­wort gegen die Wahrheitssucher.

Jour­na­lis­mus soll­te öffent­li­che Gescheh­nis­se beleuch­ten, hin­ter­fra­gen und bei bestehen­den Unklar­hei­ten recher­chie­ren und alle mög­li­chen Sze­na­ri­en in Betracht zie­hen, um so zur Wahr­heit gelan­gen zu kön­nen. Dies pas­siert jedoch […] nach­weis­lich nicht. Jetzt kom­men die Frei­den­ker auf den Plan, die inves­ti­ga­ti­ven Jour­na­lis­ten, freie Autoren, den­ken­de Men­schen, die das tun, was zu tun sich die Jour­nail­le geschlos­sen wei­gert – zu recher­chie­ren, zu hin­ter­fra­gen und zu berich­ten. Alle die­se alter­na­ti­ven Den­ker, Publi­zis­ten und Jour­na­lis­ten, wel­che um der Wahr­heit wil­len nun Ver­ant­wor­tung über­neh­men, wer­den jedoch als „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“, als unse­ri­ös und ver­schro­ben oder gar rechts­ra­di­kal hin­ge­stellt. Jedoch nur des­halb, weil sie der „offi­zi­el­len“ und ein­sei­tig fest­ge­leg­ten Dar­stel­lung der soge­nann­ten Main­stream-Medi­en wider­spre­chen. Das ist unse­ri­ös und beschä­mend. Dabei wäre es so ein­fach, die „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“ ihrer angeb­li­chen Lügen, Unwahr­hei­ten und Unkennt­nis­se zu über­füh­ren, in dem man sie ein­fach sach­lich wider­leg­te! Aber man kann sie nicht wider­le­gen, sonst wür­de man es tun, und des­halb wer­den sie verleumdet.

Hier­zu ein klei­nes Bei­spiel. Stel­len dir vor, lie­ber Leser, es gäbe Wol­ken­krat­zer, die extra so kon­stru­iert und gebaut wor­den sind, damit sie Unfäl­len mit Flug­zeu­gen stand­hal­ten kön­nen. Die gesam­te Gebäu­de-Kon­struk­ti­on bestün­de des­halb aus mas­si­ven Stahl­trä­gern, die jedem Auf­prall eines Flug­zeu­ges stand­hal­ten sol­len und kön­nen, auch einer Boe­ing 767 zum Bei­spiel. Solch ein rie­si­ger „Vogel“ muss flie­gen kön­nen und wird des­halb fast kom­plett aus Alu­mi­ni­um und Ver­bund­stof­fen her­ge­stellt, denn Stahl ist zum Flie­gen viel zu schwer und hat vie­le ande­re Nach­tei­le. Nun stel­le man sich vor, was pas­sie­ren wür­de, eine sol­che Boe­ing 767 flö­ge mit hoher Geschwin­dig­keit in solch einen mas­siv gebau­ten Wol­ken­krat­zer… Was wür­de pas­sie­ren…?! Wenn man die­se Kata­stro­phe fil­men wür­de, müss­te man beim Anschau­en sehen, wie das Flug­zeug kra­chend und zer­bers­tend an der Stahl­fas­sa­de zer­schellt. Hun­der­te und tau­sen­de (Alu­mi­ni­um-!) Ein­zel­tei­le wür­den zer­stie­ben, her­un­ter­fal­len und durch die Lüf­te trei­ben, vor allem auch die wei­ten Trag­flä­chen. Das soll­te man zumin­dest annehmen.

Und tat­säch­lich gibt es sol­che Film­auf­nah­men. Auf die­sen sieht man jedoch, wie solch eine Boe­ing 767 wider­stands­los und rück­stands­los in das Stahl­ge­bäu­de ein­taucht, wie ein war­mes Mes­ser in But­ter, und – ver­schwin­det, mit­samt ihren Trag­flä­chen mit einer Spann­wei­te von 48 Metern! Nicht eine Spur von auch nur einem ein­zi­gen Split­ter oder Bruch­teil. So gesche­hen an jenem 11. Sep­tem­ber 2001 am World Tra­de Center …

Von nun an berich­te­ten die Medi­en aus­nahms­los von ent­führ­ten Flug­zeu­gen, wel­che von den Ent­füh­rern absicht­lich in die Wol­ken­krat­zer gelenkt wor­den sind. Weni­ge hin­ter­fra­gen nun die­ses Ereig­nis und sei­ne vie­len Merk­wür­dig­kei­ten – die „offi­zi­el­le“ Bericht­erstat­tung hat­te sich fest­ge­legt. Wer den­noch recher­chier­te und alter­na­tiv berich­te­te, wur­de gefeu­ert. Es gibt jedoch in der Fol­ge sehr vie­le Men­schen, die sich frag­ten, wie kann sol­ches mög­lich sein? Anstatt aber mit Recher­che und sach­li­chen Argu­men­ten zu ant­wor­ten und zu wider­le­gen, wer­den alle, die nun in Erman­ge­lung an ech­ten jour­na­lis­ti­schen Ergeb­nis­sen wei­te­re mög­li­che Sze­na­ri­en ent­wer­fen und beleuch­ten, als Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker dif­fa­miert. War­um und mit wel­chem Recht, mit wel­cher Anma­ßung, mit wel­cher Nie­der­tracht, mit wel­chem Zynis­mus?! So funk­tio­niert das bis heu­te und vor allem bei solch kata­stro­pha­len, ter­ro­ris­ti­schen Ereignissen.

Da wir also kei­nen frei­en Jour­na­lis­mus mehr haben, gibt es auch kei­ne Mei­nungs­frei­heit mehr. Und wo wir kei­ne Mei­nungs­frei­heit mehr haben, ist die Demo­kra­tie nur noch eine Far­ce und eine Wort­hül­se zum Ver­schlei­ern eines sich sub­til ent­wi­ckeln­den (Mei­nungs-) Faschis­mus. Wer der vor­ge­ge­be­nen Haupt­rich­tung (Main­stream) nicht folgt, ist ein „Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker“, ein „Rechts­po­pu­list“ und heu­te gar ein „Kli­ma-Nazi“ (z. B.), und man soll­te ihm eigent­lich ver­bie­ten, sei­ne Mei­nung äußern zu dür­fen. So meint man. Was hat das mit Demo­kra­tie zu tun? Es ist offen­sicht­lich, dass es hier tat­säch­lich eine Ver­schwö­rung gibt, näm­lich die der Medi­en, wel­che so geschlos­sen zurück­hal­ten, ver­schlei­ern und lügen. Ent­we­der schrei­ben alle von­ein­an­der ab oder alle bekom­men ihren Ein­heits­brei zen­tral gelie­fert und ver­tei­len die­se Vor­ga­ben in den Schwei­ne­trog der Leser.

Dies führt unwei­ger­lich zu einer immer stär­ke­ren Pola­ri­sie­rung und zum Radi­ka­lis­mus einer­seits, zur zuneh­men­den Ent­schleie­rung der Mas­ke­ra­de der Sys­tem­lüg­ner ande­rer­seits. Die Lügen wer­den immer offen­sicht­li­cher und düm­mer. Die Berufs­ethik des Jour­na­lis­mus ist nur noch rei­ne Theo­rie. Wie heißt es doch beim “Deut­schen Fach­jour­na­lis­ten Ver­band” ⇗ (man ver­glei­che mit der Vor­ge­hens­wei­se in dem Fall Tobi­as Rathjen):

  • 1 Grund­sät­ze der Berichterstattung

(7) Eine noch grö­ße­re Sorg­falts­pflicht gilt bei beson­ders sen­si­blen The­men wie Straf­hand­lun­gen oder Gerichts­ver­fah­ren. So ist eine nament­li­che Nen­nung des Ver­däch­ti­gen nur in Aus­nah­me­fäl­len zuläs­sig. Die­se Aus­nah­men gel­ten bei gra­vie­ren­den Straf­ta­ten, oder einem beson­de­ren öffent­li­chen Inter­es­se. Dabei muss der Jour­na­list eine Vor­ver­ur­tei­lung des Beschul­dig­ten ver­mei­den, und auch ent­las­ten­des – soweit es ihm zugäng­lich ist – vorbringen.

Alle ande­ren Punk­te sind eben­falls inter­es­sant zu lesen und zei­gen uns deut­lich den Ver­gleich zwi­schen dem (theo­re­ti­schen) Jour­na­lis­ten-Ethik-Kodex und der (prak­ti­schen) Wirklichkeit.

Des­halb leh­ne ich die Idee einer frei­en Pres­se, die offen­bar kei­ner­lei Beschrän­kun­gen unter­liegt und unge­niert ihre Müll­kü­bel über die Gesell­schaft auskip­pen darf, ab. Was nützt uns „eine Samm­lung jour­na­lis­tisch-ethi­scher Grund­re­geln“ mit dem „Cha­rak­ter einer frei­wil­li­gen Selbst­ver­pflich­tung“, die zwar einen posi­ti­ven Idea­lis­mus ver­kün­det, aber nicht frei­wil­lig ange­nom­men wer­den. Sie müss­te dazu gesetz­lich ver­pflich­tet wer­den und bei ertapp­ten Unwahr­hei­ten und Mani­pu­la­tio­nen zur Ver­ant­wor­tung gezo­gen. Ver­höh­nung, Per­sön­lich­keits­ver­let­zun­gen, Kriegs­het­ze, Lügen – dass muss end­lich auf­hö­ren und unter Stra­fe gestellt wer­den. Es muss unter­schie­den wer­den zwi­schen „Mei­nungs­frei­heit“ und „Pres­se­frei­heit“. Die „freie Pres­se“ kann nicht machen, was sie will, wenn ihr Auf­trag lau­tet, (mög­lichst) objek­tiv zu berich­ten. Aber wie soll sie das tun, wenn sie von nega­ti­ven Schlag­zei­len und Wer­be­an­zei­gen finan­ziert wird und zudem ein­deu­tig poli­tisch aus­ge­rich­tet ist? Wir haben eine poli­ti­sche Pres­se, eine Sys­tem­pres­se, Sprach­roh­re, Ver­kün­der und Nach­rich­ten-Diens­te der Regierung.

(Vor­wort aus “Was geschah in Hanau? ⇗”, leicht geändert)