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Blieb’ es doch immer so still

Ach, blieb’ es doch immer so still
so fried­lich und frühlingsschön
Die Vögel­chen lieb­lich und schrill
sän­gen ohne Menschen-Gedröhn

Ach, blieb’ es doch immer so still
und der Schmet­ter­ling flat­ter­te froh
in den früh­war­men April
wir hier, so auch anderswo

Die Stra­ßen sind still und leer
in sonn­täg­li­cher Ruh
Wo ist das Menschenmeer
in wel­chem ich such­te mein Du?

Ver­ein­zelt sieht man ein Paar
an Hän­den, die zärt­lich sind
so, wie es frü­her war
als die Zeit noch nicht so geschwind

Ach, blieb’ es doch immer so leis’
und dass Was­ser plät­schert im Fluss
— wie man­che See­le noch weiß -
in ewi­gem Selbstgenuss

29. März 2020

(aus “Was mich trägt, was mich bewegt” ⇗)